Bist du bereit für Weihnachten?

Checkliste

  • Mindestens 3 Sorten Plätzchen SELBER gebacken (selber beim Konditor geholt zählt nur, wenn’s keiner mitbekommen hat und die Plätzchen auch kleine Schönheitsfehler haben)
  • Für alle Geschenke besorgt, inklusive dem Freund der Babysitterin deiner Nachbarin, deinen Arbeitskollegen, dem Briefträger, der Polizei und der Feuerwehr (als reine Vorsichtsmaßnahme, man weiß ja nie, in welche unglücklichen Situationen du die nächsten Jahre aus Versehen hinein schlitterst).
  • Das Haus / die Wohnung komplett geputzt von oben bis unten, die hintersten Ecken, falls der Weihnachts- oder Silvesterbesuch sich (aus verschiedenen Gründen) mal in einer Stillen Ecke zurück ziehen möchte und natürlich nicht dass das Christkind denkt, hier wohnen Messie’s und nimmt die Geschenke wieder mit.
  • Christbaum / Weihnachtsbaum besorgt – nicht erst in allerletzte Minute, wenn nur noch der  bemitleidenswerte Rest übrig geblieben ist. Aber wie gestern jemand sagte, „einen schönen Baum“ finden die Verkäufer noch immer und für jeden beim Weihnachtsbaumverkauf.
  • Weihnachtsstimmung verbreitet – zu Hause alles weihnachtlich dekoriert, Weihnachtsmusik im Hintergrund und vorweihnachtliche Freude die letzten Wochen verbreitet
  • Jede Weihnachtsfeier mit Freude und Begeisterung besucht, zu der du eingeladen wurdest.
  • Und ganz nebenbei noch das ganz normale Tagesgeschäft, die Arbeit, die Einkäufe, Wäsche und sonst noch so alles geschmissen – natürlich mit einem Lächeln um die Lippen, nicht dass jemand auf die Idee kommen könnte, es könnte dir eine Last sein.
  • ….

 

Meine Checkliste hört hier auf, wobei mir noch viele Punkte einfallen, die von uns „erwartet werden“ in der adventlichen Vorweihnachtsfreude.

 

Bist du bereit für Weihnachten?

 

Was erwartest du von dir?

Erwartest du von dir, den ganzen Anforderungen von allen gerecht zu werden?

Was ist dir wichtig?

Ist es dir wichtig, Freundinnen und Freunden zu erzählen, dass du wirklich alle Plätzchen in diesem Jahr selber gebacken hast?

Ist es dir wichtig, jede Einladung anzunehmen, die du in der Adventszeit erhältst? Erzählst du von den vielen Terminen und Aufgaben, die du vor den Feiertagen zu erledigen hast?

Ist es nicht schade, dass wir vor dieser wunderschönen Zeit sehr oft nicht Freude sonder Hektik versprühen? Oft habe ich den Eindruck, dass viele diese Zeit als Belastung empfinden und nicht als Einstimmung auf Weihnachten.

 

 

Was ist dir für die Adventszeit und Weihnachten wichtig?

Diese Frage habe ich mir selber in diesem Jahr gestellt. Meine Antwort ist einfach. Ich möchte meinen Kindern die Vorfreude auf Weihnachten mit einer adventlichen Stimmung ermöglichen. Sie sollen die Begeisterung für Weihnachten leben und erleben. So wie wir als Kinder die Vorfreude auf Weihnachten geliebt haben, große Kinderaugen, Wunschzettel, Überraschung und Spannung, was das Christkind wohl bringen mag. Das ist mir wichtig für Advent und Weihnachten.

Während ich das schreibe sitzt Paul bastelnd neben mir und singt voller Begeisterung Weihnachtslieder und freut sich, dass bald Weihnachten ist.

 

Bist du bereit für Weihnachten?

 

Plätzchen gebacken?

Wir haben gemeinsam Plätzchen gebacken, weil es für uns dazu gehört, dem Nikolaus und dem Christkind Plätzchen aufzutischen, aber nicht, weil MAN einfach in der Adventszeit Plätzchen backt.

Geschenke besorgt?

Geschenke gibt es in erster Linie für die Kinder. Das ist keine Last, die Geschenke auszusuchen. Ich liebe es im Geschäft zu stehen und zu überlegen, bei welchen Geschenken, die Augen beim Auspacken wohl am meisten leuchten.

Für alle anderen gibt es keine Geschenke oder nur eine Kleinigkeit und hier habe ich an mich nicht mehr die Erwartungshaltung, dass es etwas Besonderes sein muss. Dann ist es eben „nur“ ein Geschenkset aus der Drogerie. Der Gedanke zählt doch!

Wohnung geputzt?

Echt jetzt???

Dieser Punkt würde bei mir wohl hinten runter fallen. Die Wohnung wird standardmäßig geputzt (was mal mehr oder weniger ist) – hier bin ich inzwischen eher der Pragmatiker (hätte ich selber ja nie von mir erwartet, da ich schon immer einen Putzfimmel hatte).

Dieses Jahr gab’s doch tatsächlich eine Ausnahme, da ich auf einer Putzvorführung im Wahnsinn Putzmittel für 100 Euro gekauft habe (wie wahnsinnig muss man sein – ich weiß). Peter meinte dann, für das Geld hätte ich mir auch jemanden holen können, der das Haus putzt (ich möchte Anmerken, dass wir getrennte Konten haben und so jeder mit dem restlichen Geld auf seinem Konto, dass nicht für’s gemeinsame Leben „drauf geht“, machen kann, was er will – daher ist es ihm egal, für was ich es ausgebe).

ABER, mit einer Putzfrau (ist der Begriff noch politisch korrekt?) / Reinigungskraft hätte ich wahrscheinlich nicht die Freude gehabt, die mir der komplette Hausputz gemacht hat. War tatsächlich so!

Christbaum gekauft?

Der Punkt sollte schon irgendwie vor Weihnachten eingeplant werden, oder? Aber ist es denn nicht egal, ob der Baum ein paar kleine Macken hat? Wer von uns hat die nicht? Ist doch nicht wirklich schlimm.

Weihnachtsstimmung verbreitet?

Schwierige Aufgabe, oder? So viele Termine, so viele Menschen die was von dir wollen? Wie kann man da noch Weihnachtsstimmung verbreiten?

 

Bist du bereit für Weihnachten?

 

Ich wünsche dir weihnachtliche Vorfreude

Ich wünsche dir, dass du deiner Familie die Begeisterung und Vorfreude auf Weihnachten vermitteln kannst. Lass nicht die vielen Dinge herum einen zu großen Platz einnehmen, konzentriere dich auf das was dir wichtig ist.

Sag NEIN, wenn es dir zu viel wird und du dir nicht noch mehr aufhalsen möchtest. Bestimme selber, was DIR wichtig ist und wofür du in der Advents- und Weihnachtszeit bereit und offen sein möchtest.

Nimm dir Zeit für das was dir wichtig ist! Für die Familie, für die Kinder! Es sind nur so wenig Jahre, in denen wir die Möglichkeit haben unseren Kindern ein bezauberndes Weihnachten zu bereiten. Nutzen wir die Chance und dadurch die Möglichkeit, selber wieder Weihnachten mit und durch andere Augen zu sehen.

Ich wünsche Dir, dass es dir gelingt, über Weihnachten und die Feiertage den Blick auf das für DICH wesentliche zu lenken. Drei Tage, in denen du alles andere ausblenden kannst und ohne schlechtes Gewissen für deine Familie da zu sein.

Aber vor allem bleib dir treu und sei ehrlich und realistisch zu dir selbst! Erwarte nichts, was du auch sonst nicht erwarten würdest. Weihnachtliche Harmonie mit Kindern im Kreis der Familie? Möglich, aber über die ganze Dauer der Feiertage wohl eher unwahrscheinlich. Gezanke gehört dazu, auch an Weihnachten. Ärgere dich nicht darüber. Freu dich, dass ihr eine ganz normale Familie seit und das wunderbare Glück genießen dürft, gemeinsam Weihnachten zu feiern!

 

Bist du bereit für Weihnachten?

 

Habe ich mein Ziel erreicht?

Habe ich es geschafft, was ich mir für den Advent vorgenommen habe, den Kindern Vorfreude und Adventsstimmung zu vermitteln?

Im Bezug auf die Kinder habe ich mir sehr viel Mühe gegeben und bestmöglich versucht, Ihnen mit Basteleien, Weihnachtsliedern und Geschichten eine Vorfreude auf Weihnachten zu vermitteln.

Für mich selber habe ich es erst nach drei Wochen, also eigentlich erst am 4. Advent geschafft, meinen Frieden zu finden. Das aber so gut, dass es sogar meinem Mann aufgefallen ist. Ich freue mich sehr darüber, dass ich für mich eine innere Ruhe gefunden habe und auch mal das ein oder andere hinten anstehen lasse.

Das wünsche ich dir auch! Ich wünsche dir von Herzen ein Weihnachtsfest, dass du ohne Stress und Hektik genießen kannst, genauso wie es ist, mit all den Pannen und Schrammen, die auftreten. Das macht Familie doch aus! Nicht dass wir alle perfekt sind, sondern dass wir zusammen gehören und die Zeit gemeinsam erleben dürfen!

Ich wünsche dir von Herzen frohe Weihnachten!

Deine Regina

Teile diesen Beitrag!