Mama ich hab dich lieb!

Ein Satz der mein Herz schmelzen lässt. Vor ein paar Tagen hast du mit deinen drei Jahren diesen Satz zum allerersten Mal zu mir gesagt. Es kam so aus dem Nichts, ohne Vorwarnung, einfach nur Mama ich hab dich so lieb!

 

Was ist da noch wichtig?

Welche Rolle spielt das schmutzige Geschirr in der Küche, die Wäsche, die gebügelt werden will? Was ist wirklich wichtig?

Was zählt auf unserer Lebensuhr sind die Stunden, die wir intensiv zusammen verbringen. Ich genieße es, wenn wir gemeinsam zu Kinderliedern durch’s Wohnzimmer tanzen. Wenn ich eure glücklichen und lachenden Gesichter sehe, wenn wir uns an den Händen halten oder wir singend durch den Raum wirbeln.

Ich genieße es, wenn wir gemeinsam draußen unterwegs sind und die Welt erkunden. Du bist schon so groß und saust auf deinem Laufrad dahin, meine Kleine, du schaust zufrieden aus dem Kinderwagen und kannst deinen Bruder nicht aus den Augen lassen. Nur wir drei erforschen und entdecken jeden Stein, jedes Blatt, jedes Schneckenhaus. Auch wenn meine Gedanken sonst kaum still stehen, habe ich hier mit euch die Möglichkeit einfach nur die gemeinsame Zeit zu genießen.

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Mama ich hab dich lieb!

Dieser eine Satz und alles was dahinter steckt und damit verbunden ist, ist es mir wert, alles andere zurück zu stellen.

Schaffe ich die Vorbereitung für den nächsten Kundentermin? Was muss ich noch für die nächste Studienarbeit erledigen? Wann ist Abgabetermin? Was soll ich die nächsten Tage kochen? Wann wird die Wohnung geputzt? Mein Kopf steht nicht still und ich kann selten abschalten. Währen den Stunden am Tag, die euch gehören, sind diese Gedanken aus meinem Kopf verbannt. Die Nachmittage gehören nur uns drei – ohne Konkurrenz. Wir machen dass, was uns Spaß macht.

 

Wir haben unseren Weg gefunden

Lange habe ich gebraucht, um einen Weg zu finden, der uns allen gerecht wird. Einen Tagesablauf, der sowohl meine persönliche Zeit berücksichtigt, aber auch eine qualitativ hochwertige Zeit mit euch beiden beinhaltet. Seit einigen Wochen haben wir einen neuen Tagesablauf. Vormittags, wenn ihr spannende und interessante Stunden in Kindergarten und Kinderkrippe verbringt, gehört die Zeit mir. Zeit für Arbeit, Studium, aber auch mal Zeit für einen Kaffee mit einer Freundin – na gut und ein bisschen Hausarbeit ist auch ok. Die Mittagspause (soweit vorhanden, dreijährige finden Schlafen am Mittag einfach nicht mehr cool 🙂 ) gehört meinem Blog.
Aber der Nachmittag gehört uns und darauf freue ich mich sehr.

Es ist ein Luxus und ein Privileg, Zeit mit euch verbringen zu dürfen. Euch beim aufwachsen zu zu sehen. Zu sehen, wie unglaublich fröhlich ihr sogar noch vor dem Schlafengehen durch’s Zimmer tobt und einfach nur das Leben genießt. Ich könnte euch stundenlang zusehen.

 

Mama ich hab dich lieb

 

Jede Minute , die ich mit euch Kuscheln, Basteln, Spielen und Toben kann hat sich tausend mal mehr auf meine innere Zufriedenheit ausgewirkt, als eine saubere Wohnung. Wer braucht schon eine Wohnung, die immer blitz blank ist? Warum muss im Garten das Gras immer gemäht sein, das Unkraut gejätet?

Bevor ihr unser Leben bereichert habt, war es keine Alternative für mich, eine Woche lang nicht die Wohnung und regelmäßig Staub zu wischen. Heute reicht es auch, wenn nur schnell der Staubsauger durch die Wohnung wirbelt. Staubsaugen zu dritt macht sogar noch richtig Spaß! Es kann schon vorkommen, dass sich eine kleine Staubschicht auf dem Regal bildet. Die Fenster hätten eine Reinigung dringend nötig. Trotzdem, keine Minute bereue ich es, mir dafür keine Zeit genommen zu haben.

 

Es freut mich unglaublich, dass nun, mit unserem neuen Rhythmus dieses kostbare Feedback zurück kommt. Mama ich hab dich so lieb.

Ich hab euch beide unglaublich lieb!

Eure Mama

 

 

Titelfoto: Foto Kaiser

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