Ausflugsziele mit Kindern,  Reisebericht

Triassicpark, Steinplatte und Wilder Kaiser

Ein erlebnisreiches Wochenende in Tirol.

Eine Reise in die Trias (Triassicpark)

Mit einer Stunde Verspätung geht es auf die dreistündige Anfahrt zur Gondelbahn Steinplatte in Waidring. Dort angekommen empfangen uns schon die Hinweise auf die Attraktion des Berges – der Triassicpark. Beim Ticketschalter gibt es kindgerechte Heftchen, in denen es interessante Aufgaben zum Triassic-Trail gibt.

Forscherhandbuch Steinplatte
Forscherhandbuch Steinplatte Triassicpark.

Hoch geht die Fahrt mit der Gondel.

Gondelfahrt auf 1666m
Gondelfahrt auf 1666m

Oben angekommen folgen wir dem gut ausgeschilderten Trail zum Triassicpark, der uns zuerst durch die eindrucksvolle Unterwasserwelt der Trias führte und im Shop endete.

interessante Unterwasserwelt
interessante Unterwasserwelt

Uns und unseren kleinen Dino-Forschern ist klar, dass wir den Berg nicht ohne ein kleines Souvenir verlassen werden können. Damit ist es auch kein Problem, zuerst den Berg zu erforschen und dann in den Shop zurück zu kehren.

Abenteuerspielplätze im Triassicpark

Auf dem Trail geht es schnell auf den ersten Wasserspielplatz und danach zur langen Dino-Rutsche. Im Gelände verteilt finden sich verschiedene Bewohner der Trias, die es zu entdecken gilt. Die Kinder können sich im Triassicpark frei bewegen und erforschen die Umgebung eigenständig.

Einer der schönen Wasserspielplätze.
Einer der schönen Wasserspielplätze.

Wir bewegen uns weiter zum großen Abenteuer-Spielplatz des Triassicparks und nach einiger Zeit tauchen auch die beiden Nachwuchs-Forscher wieder auf. Es gibt viel zu berichten und Papa und Mamma müssen in diverse Richtungen folgen, um alles zu sehen, was die Kinder entdeckt haben.

die lange Dino-Rutsche
Die lange Dino-Rutsche im Triassicpark.

Ein Weg führt uns zur großen Aussichts-Plattform, die 70 Meter über dem Boden ein tolle Aussicht in die umgebenden Alpen-Gipfel ermöglicht.

Blick in 70m Tiefe durch einen Rost
Blick in 70m Tiefe durch einen Rost

Der Rückweg führt uns um großen Wasserbecken, aus dem sich ein riesiger Wasser-Dino erhebt und seine Geschichte erzählt.

das große Wasserbecken
das große Wasserbecken

Weil wir uns und die Kinder ein wenig schonen wollen, kürzen wir den Trail ab und gehen zurück zum Triassicpark-Center, wo es einen Kaffee für die Großen und Pommes mit Schorle für die Kleinen zu einem vernünftigen Preis gibt. Zum Schluss noch der versprochene Abstecher in den Shop, wo sich die Nachwuchs-Forscher eine Sammlung kleiner Dinofiguren teilen.

Die Fahrt mit der Gondel ist wie immer ein Erlebnis und nach ein wenig Sortierung unserer Wechsel-Kleidung sind wir fertig für das nächste Abenteuer und wir treten die Fahrt zu Wochenbrunner Alm an.

Klettern und Wandern am Wilden Kaiser

Bei der Wochenbrunner Alm parken wir und gehen von dort aus zur Gaudeamushütte, wo wir übernachten werden.

Wir haben die Gaudeamushütte im Kaisergebirge gewählt, weil der Zustieg mit 30 Minuten für Erwachsene relativ kurz ist und von dort aus interessante und relativ kurze Rund-Touren möglich sind. Wir wollen die Tour über die Gruttenhütte, den Jubiläumsklettersteig, die Gaudeamushütte und zurück zur Wochenbrunner Alm machen.

An der Wochenbrunner Alm angekommen, drängt ein wenig die Zeit, weil es schon 17:00 ist und um 18:30 Uhr das Abendessen gebucht ist. Vom Parkplatz aus geht es zunächst moderat, dann aber merklich steiler bergauf.

Die Kinder tragen ihren eignen kleinen Rucksack, in dem sich die kleinen Dinos und zwei Kuscheltiere nebst Trinkflasche befinden. Mamma trägt die wichtigen Dinge wie die Tour-Verpflegung und Papa den großen Rucksack mit den Kletter-Utensilien.

Der Aufstieg hat nur 180 Höhenmeter, ist aber trotzdem schweißtreibend und gibt uns einen Eindruck, auf was wir uns eingelassen haben.

Wir machen genügend Pausen, um zu trinken und schaffen den Aufstieg trotzdem in guten 45 Minuten. Mit Kindern kann man generell mit dem Faktor 1.5 gegenüber den Planungen für Erwachsene rechnen. Mit einigen Spielpausen kommt man dann auch schon mal auf die zweifache Zeit.

An der Gaudeamushütte angekommen, gibt es frische Getränke und wir können unser Quartier beziehen.

angekommen und neugierig auf die erste Nacht auf einer Hütte
angekommen und neugierig auf die erste Nacht auf einer Hütte

Wir sind in einem Matratzenlager für sechs Personen untergebracht und gespannt auf unsere Mitschläfer.

Nach dem Erkunden der Hütte und der Umgebung kommt schnell das Abendessen, was sehr gut schmeckt. Irgendwie haben wir aber alle keinen richtigen Appetit, die Jungs nicht mal auf Chipse. Bis zum Sonnenuntergang verbringen wir die Zeit draußen und genießen die herrliche Luft und das Panorama der Alpen. Die Kinder spielen mit den kleinen Dino-Figuren und wollen schon wieder toben.

Den Rest des Abend sind wir in der Hütte und spielen Dino-Quartett. Oben lernen wir auch unsere Mitschläfer kennen, die in der Früh um fünf Uhr schon aufbrechen wollen zur Ellmauer Halt.

Wir wollen bis 7:00 Uhr schlafen, dann frühstücken und die Tour beginnen. Nach einer ungewohnten Nacht in nahezu absoluter Dunkelheit frühstücken wir und starten unsere Tour, die uns zunächst auf 1,5 km zur 380m höheren Gruttenhütte führt.

leichte Klettereien machen die Tour interessant
leichte Klettereien machen die Tour interessant

Zwischendurch machen wir genügend Pausen und die Steinmanderl laden zum Spielen ein.

Stein-Manderl waren schon immer interessant - besonders wenn man sie umwerfen und wieder aufbauen kann
Stein-Manderl waren schon immer interessant – besonders wenn man sie umwerfen und wieder aufbauen kann

Nach Erreichen einer Kuppe hoffen wir die Gruttenhütte zu sehen, müssen aber noch einen nächsten Abschnitt erklimmen. Dann ist das Zwischenziel in Sicht und die Kinder sind nicht mehr zu halten.

der Turbo zündet automatisch, wenn das Ziel zu sehen ist
der Turbo zündet automatisch, wenn das Ziel zu sehen ist

Bestes Wetter, Schatten unter großen Sonnenschirmen, einige Getränke und die Tour-Verpflegung lassen uns und unsere zwei Helden die Anstrengungen schnell vergessen; die Anspannung vor dem nächsten Abschnitt ist aber schon bei allen spürbar.

jetzt geht es los in unbekanntes Terrain - was uns wohl erwartet?
jetzt geht es los in unbekanntes Terrain – was uns wohl erwartet?

Nachdem die Klettersteig-Ausrüstung angelegt ist, geht es los. Nach wenigen Metern beginnt der Klettersteig, der mit dem Schwierigkeitsgrad A/B und vielen horizontalen Passagen am Fels ideal für Familien geeignet ist.

Besonders lang ist der Klettersteig mit ca. 1km nicht; es geht aber über 280 Höhenmeter hinauf und wieder herunter und die höchste Position liegt bei knapp 1.700 Metern.

gut gesicherter Klettersteig - das packen wir
gut gesicherter Klettersteig – das packen wir

Eine Herausforderung stellt ein tiefer Einschnitt dar, der aber schneefrei war.

mit den Kids am Klettersteig zu gehen, ist mit kaum etwas anderem vergleichbar - Familie pur
mit den Kids am Klettersteig zu gehen, ist mit kaum etwas anderem vergleichbar – Familie pur

In sehr vielen Bereichen ist ein Stahlseil verfügbar und wir fühlen uns gut gesichert. In ungesicherten Bereichen nehmen wir die Jungs zusätzlich ans Kurzseil. Das gibt uns und den Kurzen mehr Sicherheit.

Auf dem Klettersteig kommen uns einige Kletterer entgegen und wir werden auch überholt. Alle benehmen sich aber wie es sich unter Kraxlern gehört und nehmen Rücksicht aufeinander.

Die Strecke ist beeindruckend. Besonders der Ab- und Aufstieg beim Einschnitt ist spannend, aber auch die abwechslungsreichen Passagen am Fels sind toll. Der Steig windet sich am Fels entlang und lässt keine Langeweile aufkommen.

Respekt vor dem Berg und ein wenig Mut bringen die Jungs auch über kribbelige Stellen
Respekt vor dem Berg und ein wenig Mut bringen die Jungs auch über kribbelige Stellen

Neben Sonnen-beschienenen Abschnitten gibt es durchaus auch Schattenpassagen und der leichte Wind tut gut. Auch nach der Pause trinken wir regelmäßig und werden mehr als sechs Liter Wasser gebraucht haben.

Nach dem Klettersteig beginnt der Abstieg, der uns noch einmal fordert. Es geht über fast 500 Höhenmeter und 1,8 km zurück auf 1.260 m.

Bergab ist es oft schwerer, als bergauf. So zieht sich die Strecke bis zur Gaudeamushütte ein wenig hin, weil man konzentriert gehen muss. Schnell erreichen wir die Latschen, kreuzen Geröllfelder und sehen dann auch unser Ziel. Wir freuen uns auf eine kühle Schorle und das beschleunigt unsere Schritte.

nach jeder Windung am Steig ergeben sich neue, beeindruckende Ausblicke
nach jeder Windung am Steig ergeben sich neue, beeindruckende Ausblicke

Jetzt ist es Zeit, die Kletter-Ausrüstung abzulegen und ausgiebig zu rasten. Bevor wir zum Parkplatz absteigen, sammeln wir die untergestellte Tasche mit den Hüttenschlafsäcken und der Wechselkleidung ein und sagen Pfiat Gott – wir kommen wieder!

Auch zu den Kühen sagen wir Ciao und fahren dann weiter zur nächsten Übernachtung im DAV-Haus am Spitzingsee.

mitten durch die friedlich grasende Kuhherde
mitten durch die friedlich grasende Kuhherde

Fazit

Das war ein spannendes Wochenende!

Die Tour ist absolut empfehlenswert. Für unsere zwei fast-siebenjährigen Racker (und uns) war die Tour eine Herausforderung, aber problemlos machbar. Auf Nachfrage war für die Jungs das Klettern das Beste, für uns das gemeinsame Familien-Erlebnis.

Hinweis

Ohne vernünftige Ausrüstung und ausreichend Erfahrung am Klettersteig ist die Tour für eine Familie mit Kindern nicht empfehlenswert.

Links

DAV – Mit Kindern auf Hütten

Klettersteige mit Kindern

Tipps vom Profi: Klettersteige mit Kindern

Am Klettersteig mit Kindern? Drei Experten antworten.

SICHER UNTERWEGS: MIT KINDERN AM KLETTERSTEIG

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