Zu Besuch in Estepona (Spanien) / Andalusien in der Provinz Málaga
Ausflugsziele mit Kindern,  Reisebericht

Zu Besuch in Estepona (Spanien)

Schon öfter wollten wir während unseres Aufenthalts in Spanien einen Familienausflug nach Estepona machen, aber irgendwie hat es nie geklappt. Mir hat der Name dieser Stadt immer schon gefallen. Nun weiß ich auch, was ich mir darunter vorstellen muss. Estepona ist auf jeden Fall eine Reise wert – egal ob allein, als Paar oder mit Familie!

Zu Besuch in Estepona (Spanien) / Andalusien in der Provinz Málaga
Eine typische spanische Gasse in Estepona.

Anfahrt

Estepona in der Provinz Málaga in Spanien ist nicht mit der Bahn erreichbar. Die Anreise ist mit einem Linienbus möglich, am bequemsten ist jedoch vor allem für Familien mit Kindern die Anreise mit dem eigenen PKW/Mietauto. Aus Richtung Málaga ist Estepona über die beiden Autovías del Mediterráneo  A7 oder AP7 zu erreichen. Diese verbinden Málaga mit Algeciras, der Hafenstadt an der Meerenge der „Straße von Gibraltar“. Bei der AP7 (autopista de peaje) handelt es sich um eine kostenpflichtige Autobahn, bei der auf der Fahrt immer wieder Gebühren zu entrichten sind. Die A7 ist kostenlos. Vor allem in den Sommermonaten kommt es hier jedoch oft zu Staus wegen Unfällen. Wir haben dieses Jahr die kostenlose Variante gewählt, sowohl wegen dem Budget als auch, weil man als Mitfahrer mehr von den verschiedenen Ortschaften sieht. Komfortabler und weniger stressig – zumindest für den Fahrer- ist die AP7.

Wie in jeder Stadt stellt sich uns die Parkplatzfrage. Wir fahren direkt ins Zentrum in ein Parkhaus, weil wir wegen der Kinder kein Risiko eingehen möchten. Je näher bei der Altstadt, umso besser. Beim Aufgang aus dem Parkplatz erhalten wir gleich einen Blick auf das Meer und den Strand. Schade, dass wir unsere Badesachen nicht dabei haben. Die Kinder würden sowieso wieder lieber an den Strand als in der Stadt herumlaufen. Der Strand sieht aber wirklich schön und gepflegt aus und wie an so vielen Stränden gibt es einen Spielplatz für Kinder. Next time!

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Unterwegs in der Altstadt von Estepona.

In der Altstadt

Estepona ist wirklich eine wohltuende Überraschung und Balsam für die Augen. Obwohl Estepona und die umliegende Gegend in Spanien – so wie die gesamte Costa del Sol – sehr „zugebaut“ wurde, findet man in Estepona genau das, was man sich unter einem typisch andalusischen Dorf vorstellt. So etwas finden auch die Kinder schön: Durch enge, verkehrsberuhigte Gassen schlendern, die mit Blumentöpfen geschmückt sind.

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Die Stadt ist ein einziges Postkartenmotiv. Schön, dass es so etwas zumindest irgendwo noch gibt. Obwohl Estepona durchaus touristisch ist, hat man doch das Gefühl, dass der Ort nicht überlaufen ist. Und auch die Einheimischen geben uns freundlich Auskunft.

Kaffeepause

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Schnuckeliges Cafe Cocóra

Nachdem wir uns eine Weile herumgetrieben haben, wird der Wunsch nach einer kleinen Verschnaufpause laut. Ein weiterer Grund für den langen fälligen Besuch von Estepona waren für mich die Cocóra Coffee Roasters (unbezahlte Werbung). Die schönen Bilder im Internet haben mich neugierig gemacht auf dieses kleine, schnuckelige Café. Es befindet sich in der calle Lozano, einer kleinen Seitenstraße im Zentrum. Es gibt nur zwei oder drei Tische im Inneren des Cafés, dafür kann man den leckeren Kaffee oder frisch gepressten Orangensaft auch in der Idylle draußen genießen. Da dort keine Autos fahren, können die Kinder sich frei bewegen und Mama und Papa können in Ruhe ihren Kaffee trinken. Zum Abschluss besuchen wir noch die sehr saubere Toilette (sehr wichtig, wenn man mit Kindern unterwegs ist). Wir decken uns mit einer Tüte Bohnen für zuhause ein und gehen weiter.

Update: Leider hat die tolle Cafetería Cocóra inzwischen ihre Pforten geschlossen. Eine der Betreiberinnen hatte uns damals schon erzählt, dass sie gerne in die Provinzhauptstadt Málaga umziehen möchten – dort gäbe es mehr Kaffee-Puls. Inzwischen wird in einem Industriegebiet (Polígono Industrial Trevenez) in der Calle Rio Sil 20 der leckere Kaffee geröstet. Ein Cafe gibt es dort aber anscheinend leider nicht mehr. Schade, da bleiben uns jetzt nur noch die schönen Erinnerungen …

Menú del día

Die nächste Frage der Kinder lautet natürlich: „Wo gibt es Mittagessen?“ Tja, das hatten wir uns auch noch nicht überlegt. Wir sind zu fünft und möchten nicht zu viel ausgeben. Daher suchen wir einen Ort, an dem man günstig und gut ein menú del día essen kann, ein Tages-/Mittagsmenü. Und wer weiß das nicht besser als ein Einheimischer? Wir fragen einen Angestellten der Stadt, der mit seinem betagten kleinen Lastwagen in der Innenstadt unterwegs ist, um die Mülleimer zu leeren. Auch er gibt bereitwillig Auskunft und nennt uns ein paar Möglichkeiten für den Mittagstisch.

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Einer seiner Geheimtipps ist das Restaurante la Fragua in der Avenida de San Lorenzo 20. Essen und Trinken für sagenhafte 8 Euro pro Person. Da freut sich das Urlaubsbudget! Wir müssen hin, und zwar sofort. Wir werden nicht enttäuscht. Das la Fragua ist genauso wie Altstadt Estepona unverändert spanisch. So ein menú del día sollte jeder Spanienreisende einmal gegessen haben. Auch oder gerade weil es sowieso überall die üblichen Fast Food Ketten gibt. Hier ist das wahre Spanien, denn hier kocht wahrscheinlich noch die abuela. Das heißt es gibt Hausmannskost und Essen wie bei (Groß)Mutti. Unsere Speisekarte war ziemlich unleserlich auf ein Stück Karton geschrieben, das einmal Teil einer Verpackung eines T-Shirts war. Einfach genial. Die Kinder sind auch beeindruckt, weil sie sich eine Vorspeise, Hauptspeise und eine Nachspeise aussuchen dürfen. Es wird alles restlos aufgegessen. Und wenn wir nächstes Mal in Estepona Hunger haben, kommen wir gerne wieder.

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Super lecker – arroz con leche

Leider haben wir es nicht geschafft, den Parque Botánico Orquidario, das Orchidarium zu besuchen. Vielleicht beim nächsten Mal. Aber erst nach dem Strandbesuch …

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